Zu Beginn betonte Domkapitular Clemens Bieber, Vorsitzender des DiCV Würzburg, zum Tagesevangelium (Mt 12,1-8) die Barmherzigkeit. Jesus lade alle Menschen ein, niemand werde ausgeschlossen. „In allen Zeiten wendet sich Jesus den Menschen zu“, erklärte Bieber. Das sei auch das Markenzeichen der Caritas „in einer sich entsolidarisierenden Welt“. Es sei ihre Aufgabe, sich um die Menschen zu sorgen und für alle Platz in der Gemeinschaft zu schaffen, so der Vorsitzende.
Rückblick auf Katholikentag
Im Anschluss gab Michaela Engert von der Stabsstelle Organe und Verband einen Rückblick auf das Caritasangebot beim 104. Deutschen Katholikentag, der im Mai in Würzburg stattgefunden hatte. Von den vielen Beiträgen der Caritas nannte sie das CariCafé im Innenhof des Caritashauses, das Spenden von über 6900 Euro für das Caritas Kinder- und Jugenddorf St. Anton erbrachte, und bedankte sich für das Mitwirken der zahlreichen Caritaseinrichtungen am Katholikentag.
Stefanie Eisenhuth, Leiterin der Stabsstelle Prävention, Interventionskoordination und Aufarbeitung im DiCV Würzburg gab einen Überblick zum aktuellen Stand. Mittlerweile habe man über 750 Präventionsberaterinnen und -berater für die unterfränkische Caritaslandschaft ausgebildet. Ein Interventionsleitfaden stehe kurz vor der Fertigstellung. Zur Aufarbeitung von Altfällen sexualisierter Gewalt stellte Abteilungsleiterin Soziale Dienste Sonja Schwab, zu deren Abteilung Eisenhuths Stabsstelle gehört, klar: „Jeder Fall ist einer zu viel.“
Nachfolgend warb Dr. Sebastian Schoknecht, Leiter der Abteilung Profil und Entwicklung, unter den Vertreterinnen und Vertretern für deren Beteiligung an der Wahl zur Entsendung in den Diözesanpastoralrat. Der wird im Blick auf Synodalität neu ausgerichtet. Für die Caritas entsandten die 28 anwesenden Vertreterinnen und Vertreter mit der Wahl als Ehrenamtliche Wilfried Gernath, Monika Ripperger und Johannes Simon sowie als Hauptamtlichen Bernhard Bergmann. Sie werden künftig – mit zwei weiteren später noch zu wählenden Vertretern – die Themen der Caritas in den Diözesanpastoralrat einbringen.
Wichtig: Vernetzung und Austausch
Zum Strategieprozess im Bistum Würzburg informierte Ordinariatsrat Bernhard Lutz, stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im Bischöflichen Ordinariat, in dem aktuell etwa das Thema Gemeindecaritas beraten wird. Zum zugehörigen Handlungsbereich der Caritas erklärte Dr. Schoknecht, man verdeutliche derzeit mittels Szenarienplanungen, was Mittelkürzungen bei der Caritas bedeuten würden. „Ich glaube wir sind auf einem guten Weg“, sagte er. Christopher Franz, Vorstand des Caritasverbandes Aschaffenburg Stadt und Landkreis, erinnerte dazu an die von Würzburgs Bischof Dr. Franz Jung erwartete Schwerpunktsetzung bei der Caritas.
Angela M. Lixfeld, Abteilungsleiterin Verband und Personal, gab Informationen zum eigenen Strategieprozess bei der Caritas. Sie betonte die Wichtigkeit einer Kultur der Vernetzung und des kontinuierlichen Austausches. Es sei nötig „das Bewusstsein für Vernetzung und Solidarität“ künftig weiter zu stärken, machte Vorsitzender Bieber klar. Nur gemeinsam sei man als Caritas in Unterfranken stark.
Bieber selbst wird mit seinem 70. Geburtstag im August kommenden Jahres dem DiCV Würzburg nicht länger als Vorsitzender zur Verfügung stehen. Derzeit arbeite man daran, dass dann eine gute Nachfolgelösung möglich sei, erklärte Lixfeld den Vertreterinnen und Vertretern. Aktuell gehe man davon aus, dass sich der Vorstand künftig aus zwei Personen zusammensetzen werde. Abschließend informierte die Abteilungsleiterin noch darüber, dass in der Kiliani-Wallfahrtswoche am 8. Juli 2027 ein Fachtag für Haupt- und Ehrenamtliche der unterfränkischen Caritas geplant sei.
Anna-Lena Herbert









