Unter bunten, im Wind wehenden Wimpeln am Gartenpavillon erzählte Bürgermeister Götz von seinen Kindheitserinnerungen. Er sei nur zwei Häuser weiter aufgewachsen und erinnere sich noch gut an den Spatenstich und die Baustelle. Wie stark die Einrichtung mit dem Ort verbunden ist, zeigte sich auch durch die Anwesenheit des Zweiten und Dritten Bürgermeisters, Knorz und Mucha, sowie von Altbürgermeister Kinzkofer. Georg Sperrle, Geschäftsführer des Trägers Caritas-Einrichtungen (CEG), griff diese Verbindung auf: Die Gemeinde habe Wohnraum für internationale Pflegekräfte bereitgestellt. „Das ist echte Unterstützung, die ich mir überall wünsche“, so Sperrle.
Nach dem Blick auf die Geschichte kam auch die Gegenwart zur Sprache. Hohe Kosten für Pflegeplätze, steigender Personalbedarf und gleichzeitiger Fachkräftemangel: Schon längst Dauerthemen in der öffentlichen Diskussion. Domkapitular Bieber setzte sich in seiner Predigt damit auseinander, welche Rolle die Ökonomie in der Wohltätigkeit spielen kann und darf: „Wir müssen erst die Menschen in den Blick nehmen und dann die Kosten“, kritisierte er, da Finanzen allzu oft im Vordergrund stünden. Doch es gibt auch Positives: „Hilfe von weit her: Gottlob, dass Menschen aus dem Ausland zu uns kommen und uns helfen“, so Bieber. Seit 2023 ist der Träger sehr aktiv im internationalen Recruiting. In St. Hedwig wird durch die internationale Unterstützung wieder eine Vollbelegung realisierbar.
Mit den Grußworten des neuen Einrichtungsleiters Dominique Michel richtete sich der Blick automatisch nach vorne. Michel löste die bisherige Leitung, Barbara Bender, nach zwölf Jahren ab. Das ist eine große Veränderung auch für St. Hedwig. Michel dankte sowohl dem internationalen Mitarbeitenden als auch dem Stammpersonal für die großartige Unterstützung. Besonders nahe gingen anschließend die Worte von Elfriede Ruttor, Vorsitzende des Heimbeirats. Mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“ sagte sie Danke und blickte schließlich optimistisch in die Zukunft: „Das Haus existiert nicht nur in Veitshöchheim, sondern mit Veitshöchheim.“ Bei Musik der Band Bailando Trio klang der Abend entspannt aus.
Franziska Sommer | CEG









