Die Frage, warum feiern wir ein Fest, kam mehrmals zur Sprache. Ist es ein Herbstfest oder gibt es einen Feiertag? Die Antwort brachte manchen zum Nachdenken und ein Kind zum Strahlen. Es ist einfach ein Fest, damit wir uns kennenlernen. Ihr seid der Anlass. „Ein Fest für uns“, strahlte eine Bewohnerin, „ich wohne seit fünf Jahren hier, das hat es noch nie gegeben. Können wir das im Frühjahr wieder machen?“ Was für uns selbstverständlich ist, ist für die Flüchtlinge, die auf engstem Raum leben etwas ganz Besonderes. Einfach mal abschalten und ein Fest feiern.
Fröhliches Miteinander
Organisiert wurde das Fest von der Flüchtlingsberatung der Caritas und durch viel Mundpropaganda kamen noch eine Vielzahl an Organisationen dazu. Es gab Angebote für Kinder, Kuchen sowie Gebäck und sogar eine Zuckerwatte-Maschine. Letztere ließ nicht nur die Herzen der Kinder höherschlagen.
Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Ochsenfurt brachte Biertisch-Garnituren mit, die für ein fröhliches Miteinander sorgten. Die Frage eines Kindes „und gehen wir da morgen wieder hin?“ zeigte, wie Integration aussehen kann, wenn sich dafür Zeit genommen wird.
Basteln und Schminken
Die Grundschule stellte ihre Schminkfarben zu Verfügung und ein paar Mädchen freuten sich, dass sie zum ersten Mal andere schminken konnten. Der Familienstützpunkt und die Erziehungs- und Familienberatung vom Sozialdienst katholischer Frauen e. V. bastelten mit den Kinder Windrädchen.
Die Evangelische-Lutherische Kirchengemeinde Ochsenfurt stellte Kaffeemaschine, Tee Zubereiter und vieles mehr zur Verfügung. Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung bereicherte das Fest, und es kamen viele Gespräche zum Thema Inklusion zustande. Der Besuch von Ochsenfurts Bürgermeister Bert Eitschberger und Angelo Porchi von der Regierung von Unterfranken rundeten das Fest ab.
Heike Kalpen | DiCV Würzburg









