Astrid Paudtke, die Landesvorsitzende des SkF in Bayern, machte in ihrer Begrüßung deutlich, dass der SkF das unverzichtbare weibliche Gesicht der Kirche ist, für Hilfe für Frauen und ihre Familien in Not steht und damit Ausdruck von Nächstenliebe ist. Die Vertretung der Interessen der 16 bayerischen Ortsvereine in Gesellschaft, Kirche und Politik sowie eine zukunftsfähige Finanzierung benannte sie als Hauptaufgaben und setzte damit die Botschaft des Tages.
Sie begrüßte die Ehrengäste Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising sowie Vorsitzender der Bayerischen Bischofskonferenz, Weihbischof Paul Reder aus dem Bistum Würzburg und Domkapitular Clemens Bieber, den Vorsitzenden des Caritasverbandes für die Diözese Würzburg. Als Vertreterin und Vertreter der Politik begrüßte sie Judith Gerlach, bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Joachim Herrmann, bayerischer Staatsminister für Inneres, für Sport und Integration, sowie Dr. Winfried Brechmann, den Amtschef des Bayerischen Justizministeriums.
Die Anwesenheit von vielen Vertreterinnen der SkF Ortsvereine in Bayern und der Spitze des SkF Gesamtvereins zeigte eindrucksvoll, wie ausdauernd, lebendig und engagiert der SkF Landesverband seit 80 Jahren seine Stimme erhebt. So sprach Kardinal Reinhard Marx in seinem Grußwort vielen aus dem Herzen, wenn er die große Bedeutung des SkF für die Kirche, aber auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt betonte: „Denn sagten die Frauen des SkF 1946 – ohne die christliche Prägung werden wir dieses Gemeinwesen nicht wieder aufbauen können. Und die christliche Prägung besteht nicht nur aus äußeren Symbolen, sondern darin, wie wir auf die Menschen und für den SkF im Besonderen auf die Frauen in Not schauen.“
Die enge politische Zusammenarbeit des SkF mit den bayerischen Ministerien wurde durch die Rede von Staatsministerin Judith Gerlach unterstrichen, die auch die Grüße der Bayerischen Sozialministerin Ulrike Scharf überbrachte. Sie hob hervor, wie wichtig es ist, dass sich Frauen gegenseitig stärken und unterstützen, um gesellschaftlich und beruflich voranzukommen. Es bleibt entscheidend, spezifische Probleme von Frauen sichtbar zu machen und klar zu benennen. Genau dafür steht der SkF seit Jahrzehnten.
Durch das Programm führte als Moderatorin Juliana Sitzmann. „Wir feiern heute das 80-jährige Jubiläum des SkF Landesverbandes Bayern. Eine Geschichte, die eng mit dem Wiederaufbau nach 1946 verknüpft ist, und ein Wirken, das bis heute zunehmend an Bedeutung und Wichtigkeit gewonnen hat. Blicken wir zurück, haben in den vergangenen Jahrzehnten im Besonderen drei starke und beeindruckende Frauen auf der hauptamtlichen Seite den Verband geprägt: Dr. Luise Jörsissen, Thea Schroff und Monika Meier-Pojda.“
Sitzmann lud zu einer kleinen Zeitreise ein, in der die Gäste mehr über die drei benannten Frauen und den Verband erfahren sollten. Als „Reiseleitung“ holte sie sich mit Jutta Schneider-Gerlach, Vorstandsmitglied im SkF Landesverband Bayern und langjährige ehemalige Vorsitzende des SkF Aschaffenburg, fachfrauliche Unterstützung an ihre Seite.
Pointiert setzte Meike Harms, Poetry-Slam-Künstlerin und deutschsprachige Vizemeisterin im Poetry Slam 2023, mit ihren überraschenden, nachdenklichen und poetischen Texten Akzente. Sie knüpfte an die Gründerinnenzeit des SkF Landesverbandes unmittelbar nach dem Krieg im zerstörten Bayern an und schrieb in das Stammbuch, „es gibt sie, die das alles sehen, und es in ihre Hände nehmen, die gegen Widerstand antreten und als Frauen ihren Mann stehen – nein sie stehen ihre Frau. Mit Weisheit und Weitblick und finden ihren Weg in Engagement und Politik. Sie haben trotz allem ihren Glauben nicht verloren und wagen voller Tatkraft den Weg zurück nach vorn."
Astrid Paudtke und Silvia Wallner-Moosreiner bedankten sich herzlich bei allen Mitwirkenden sowie dem Vorbereitungsteam. Man lud die Jubiläumsgäste „auf ein Glas Frankensekt“ und zum weiteren Austausch auf die Kirchenmeile des 104. Deutschen Katholikentages in Würzburg ein.
SkF Landesverband Bayern





