Denn die Ferien der Jüngsten dauern wesentlich länger als der Urlaub der Eltern. „Verwandte, die die Betreuung übernehmen könnten, sind nicht immer vorhanden“, betonte Ulrich Kraus, Referent Mitglieder- und Vereinswesen. „Ferienprogramme von Gemeinden oder Jugendverbänden sind oft frühzeitig ausgebucht oder nur für eine bestimmte Altersgruppe zugänglich. Die Abhängigkeit der Eltern von Betreuungsangeboten beeinflusst auch die Urlaubsplanung in den Betrieben.“
Vereinbarkeit von Beruf und Familie
So wurde auch der DiCV darauf aufmerksam, dass hier ein ungedeckter Bedarf besteht. Eine Umfrage, die Angela M. Lixfeld, Abteilungsleiterin Verband und Personal, unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DiCV durchführte, bestätigte dies deutlich.
„Die Idee zu den CariKids ist entstanden, weil wir in der Abteilung Schwierigkeiten mit der Urlaubsplanung hatten, da die Eltern keine beziehungsweise nur eine zeitgleiche Ferienbetreuung bekommen haben“, ergänzte Lixfeld. „Und dann haben wir gesagt: Machen wir es doch einfach selbst!“
Denn dem DiCV sei die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wichtig, daher sollen die Eltern so gut als möglich unterstützt werden. „Und wir freuen uns, ‚unseren Nachwuchs‘ im Haus zu haben“, bekräftigte Lixfeld. Tatsächlich gab es auf die Abfrage viele positive Rückmeldungen, sogar von Elternteilen, deren Kinder noch zu klein für das Angebot waren.
Im November 2025 begann eine Arbeitsgruppe, die Möglichkeiten für ein eigenes DiCV-Ferienprogramm zu prüfen und die pädagogischen und organisatorischen Details auszuarbeiten. Der Gruppe gehörten Kerstin Malterre, Referentin Katholische Kindertageseinrichtungen (KiTa), Elisabeth Meister, Personalreferat, und Ulrich Kraus, Referent Mitglieder- und Vereinswesen, an. Erarbeitet wurde eine Betreuung für Kinder von fünf bis zwölf Jahren in den ersten drei Wochen der Sommerferien, das wochenweise gebucht werden kann.
Täglich Neues erleben
Das Programm steht heute unter dem Titel „CariKids“. Bei der Planung lag der Schwerpunkt von Anfang an darauf, das Caritashaus nur als Stützpunkt zu verwenden und mit den Kindern so viel wie möglich unterwegs zu sein. An jedem Tag solle etwas Neues erlebt und kennengelernt werden. Die pädagogische Gesamtleitung übernahm Marlene Engel vom DiCV-KiTa-Referat.
Während des Angebots erfolgt die Betreuung durch Gina John, die ein Jugendprojekt in Schweden leitete und Annalena Hümmer, die Soziale Arbeit studierte. Unterstützt werden sie durch die DiCV-Auszubildenden Marie Hellrich, Felix Lenard und Nikole Pretmann. KiTa-Fachberaterin Marlene Engel trägt erheblich zum Erfolg der Ferienfreizeit bei.
Nach einem spannenden Vortag im Walderlebniszentrum Gramschatz ist nun eine kindgerechte Führung durch den Würzburger Dom geplant. „Die Kinder wollen etwas erfahren“, bestätigte Dom- und Stadtführerin Susanne Dittmann. „Dabei ist die lebendige Vermittlung wichtig, denn Kirche ist mehr als nur der Pfarrer.“
Die Rückmeldungen der Kinder sind in der Tat ausgesprochen positiv. „Wenn sich dies auch weiterhin bestätigt, wäre das ein guter Grund, auch künftig ein Ferienprogramm des DiCV in den Sommerferien anzubieten“, zieht Lixfeld Fazit.
Sabine Ludwig











