1. Frau Lixfeld, singen Sie unter der Dusche?
Selten. Ich singe zuhause beim Putzen, Aufräumen und im Treppenhaus.
2. Was singen Sie am liebsten?
Das kommt immer ganz darauf an. Im Treppenhaus singe ich zum Beispiel Kirchenlieder, traditionell Weihnachtslieder an Ostern und umgekehrt. Das hat bei uns in der Familie irgendwie Tradition. Beim Aufräumen und Putzen kommen dann Pop-Songs dran.
3. Woher kommt Ihre Liebe zum Singen?
Ich stamme aus einer musikalischen Familie. Meine Eltern lernten sich im Chor kennen. Meine beiden Schwestern studierten Musik. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!
4. Zu welchen kirchlichen Festen singen Sie am liebsten?
Ich bin Westfälin, und wir Westfalen singen gerne laut und stark, man kann auch sagen "wir brüllen die Lieder“. Das wird uns ja oft nachgesagt. Deshalb entwickelte ich eine Passion für Osterlieder. Die Lieder sind voll Freude über die Auferstehung Jesu, was ja der Kern unseres Glaubens ist. Ich singe da immer voller Inbrunst mit. Das ist immer wieder schön.
5. Was ist Ihr persönliches Hausrezept, wenn mal die Stimme weg ist?
Sobald ich den Anflug einer Erkältung merke, trinke ich viel Tee mit Ingwer. Ich bin dann auch mal still und sage nichts, was mir aber sehr schwerfällt! Und dann habe ich noch ein Geheimrezept: Pinimenthol auf Babystockwindeln. Die wickle ich mir dann um den Hals. Sie tun Wunder.
6. Spielen Sie selbst Instrumente?
Früher habe ich Geige, Klavier und Waldhorn gespielt. In den Chor zu gehen, kostete mich Überwindung. Jetzt habe ich die Seiten gewechselt, singe und organisiere mit Leidenschaft. Ich höre außerdem gerne zu, kann auch sagen, dass ich „anders“ als andere höre. Das hängt mit meinem früheren Spiel auf Instrumenten zusammen.
7. Gehen Sie gerne auf Konzerte?
Durchaus mal zu Kirchenchören und Symphonikern. Auf einem Pop- und Rockkonzert war ich noch nie. Ein Versuch war mit Sting geplant. Den wollte ich gerne mal live hören, doch dann kam Corona und es klappte nicht.
8. Welche Ära hatte Ihrer Meinung nach die beste Musik?
Ich bin ein großer Queen-Fan und, wie schon erwähnt, Sting gefällt mir auch. Eine Schwäche habe ich für K-Pop (Songs aus Korea). Ich finde, jedes Land und jede Region hat coole Musik.
9. Was bedeutet für Sie die Leitung des Caritas-Chores?
Ich mache das seit dem Jahr 2010. Es gibt dem Singen eine andere Dimension. Außerdem macht es Spaß, und ich finde, es ist wichtig für das Caritashaus und den darin stattfindenden Zusammenhalt.
10. Welches war Ihr bewegendstes Erlebnis mit dem Caritas-Chor?
Ein sehr einschneidendes Ereignis war, beim Begräbnis des Caritas-Chor-Gründers Norbert Heilmann zu singen. Das geschah dann auch mit Tränen in der Stimme. Alles, was ich in dem Moment dachte, war: „Hoffentlich überstehen wir das.“ Immer wieder schön sind auch Anfragen, ob wir bei Taufen singen könnten. Einmal kann sogar ein Jugendlicher auf uns zu und fragte, ob wir bei einem Jugendgottesdienst mitwirken wollen. Wenn uns Kollegen sagen, dass sie dank unserer Probe einen guten Start in den Tag hatten oder unser Gesang in der Messe sie berührt hat, ist das das schönste Lob!
11. Bereuen Sie eigentlich, dass Sie nicht wie ursprünglich geplant Musik studierten sondern Jura?
Nein. Es war alles richtig so.
Sabine Ludwig | DiCV







