Einen solchen Weg zeigte ein besonderer Besuch im Würzburger Caritashaus auf: Dr. Syed Ibrahim, Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland für den indischen Bundesstaat Kerala und Leiter des Goethe-Instituts in Trivandrum, war zu Gast in Würzburg.
Anlass war die wachsende Zusammenarbeit der Caritas-Einrichtungen (CEG) als Träger in der Altenhilfe mit einer Sprachschule in Kerala. Denn über diesen Weg kommt bald die vierte Gruppe angehender Fachkräfte aus Indien nach Unterfranken. Ziel ist es, dem wachsenden Pflegebedarf mit nachhaltigen, fairen und langfristigen Konzepten zu begegnen.
Eine zentrale Rolle spielt dabei die sprachliche Vorbereitung schon in der Heimat. Die jungen Menschen erwerben dort unter anderem das B2-Zertifikat des Goethe-Instituts. „Deutsch lernen heißt nicht nur, die Sprache zu lernen. Es heißt auch, die Kultur kennenzulernen“, betonte Dr. Syed Ibrahim. Die Sprachzertifikate seien eine wichtige Brücke nach Deutschland.
Im Zentrum des Treffens stand der persönliche Austausch mit den Auszubildenden. Sie berichteten offen von anfänglichen Herausforderungen, von Sprache, Klima und Heimweh, aber auch von ihrer Entwicklung. Heute sprechen sie gutes Deutsch und fühlen sich in Würzburg angekommen. Kontakte zu Kolleginnen und Kollegen, Nachbarinnen und Nachbarn sowie zu Seniorinnen und Senioren sind weiter gewachsen.
„Danke für Euren Mut“, richtete Georg Sperrle, Geschäftsführer der CEG, sein Wort an die Auszubildenden. Dass alle von Beginn des Projektes bis heute dabei sind, zeigt: Wertschätzung, Begleitung und Unterstützung zahlen sich aus. Zudem wird deutlich: Gute Pflege in der Zukunft, gelingende Integration und starke Beziehungen entstehen dort, wo Menschen bereit sind, Brücken zu bauen und gemeinsam darüber zu gehen.
Franziska Sommer I CEG







