Die KaGeElferrat Würzburg feierte den traditionellen Fastnachtsgottesdienst am 20. Januar 2026. Viele Menschen kamen, um den Gottesdienst mitzufeiern. Den musikalischen Rahmen gestalteten der Spielmannszug der Ranzengarde sowie Sven Geier an der Orgel. Die Freude der Gottesdienstgemeinde wurde hörbar im kräftigen Gesang. Mitglieder der KaGeElferrat sowie das Prinzenpaar und die Prinzengarde brachten sich aktiv mit Gebeten, Lesung und Fürbitten ein. Lang anhaltender Applaus brachte den Dank und die Freude der vielen Mitfeiernden zum Ausdruck.
Faschingspredigt 2026
Fromme närrische Gemeinde,
wie all‘ die Jahre schon zuvor
kamt ihr prächtig durch das Tor
mit Fahnen, Musik in Montur,
gelungen, toll und mit Bravour,
gekonnt der Einzug, stracks und flott.
Ich ruf‘ euch herzlich zu: „Grüß Gott!“
Die Garden und den Spielmannszug,
jeden, der die Fahne trug,
alle Herrn vom Elferrat,
Würdenträger im Ornat,
die gesamte Jugendschar,
Präsident und Prinzenpaar,
jeden Narr in euren Reih‘n
bezieh ich in den Gruß mit ein.
Ich danke euch für dieses Zeichen.
Ein solches Bild sucht seinesgleichen
gerade in der heut‘gen Zeit.
Nicht viele haben noch den Schneid,
gemeinsam in die Kirch‘ zu geh‘n
und um Gottes Schutz zu flehn.
Ihr seid hier und ihr bekennt:
der Glaube ist das Fundament!
‘nen Extragruß will ich noch senden
eurem Ehrenpräsidenten.
Burkhard, der höchst charmant
lang auf eurer Bühne stand.
Er ging verdient in die Pension.
Doch kaum in Ruhe ist er schon
hilfreich treu zurückgekehrt.
Das ist aller Ehren wert
und grad jetzt in dieser Zeit
ein Zeichen der Beständigkeit,
von Treue und von Edelsinn.
Ein solcher Mensch ist ein Gewinn.
Deshalb auch jetzt an diesem Ort
ein herzlich lautes Dankeswort.
Lobenswert, höchst amüsant,
was ich in der Main-Post fand:
Ich las dort das Interview
mit Reinhard Stumpf – und dazu
Phil Ruthmann. Der sagt lobesam
dass er einst nach Würzburg kam,
gleich den Weg zur KaGe fand
und so sich an die Fastnacht band.
Reinhard Stumpf war Präsident,
fast 30 Jahre war‘n‘s am End,
stand zielbewusst und mit Humor,
glückhaft der Gesellschaft vor,
In der Rückschau stellt‘ er dar,
dass Fastnacht hier erfolgreich war,
weil die Jungen und die Alten
so wunderbar zusammenhalten.
Und eines fand ich int‘ressant:
Phil fuhr aus Köln ins Frankenland,
war nicht der einz‘ge Köln-Import.
Auch Bischof Hofmann kommt von dort.
Phil als Narr im Elferrat,
Bischof Friedhelm im Ornat!
Witz und Glaube, wie Ihr seht,
wachsen aus dem gleichen Beet.
Sie sind von Fröhlichkeit beseelt,
die leider manchen Menschen fehlt.
Die machen Lärm – unkultiviert,
dann wird krakeelt und randaliert.
So kam‘s in der Silvesternacht
in Berlin zur Straßenschlacht,
brutal der Hass und rigoros.
Darüber bin ich fassungslos!
Unfassbar auch das Gescheh‘n,
das wir in Crans Montana sehn.
Ein Verhängnis schauderhaft
hat junge Menschen hingerafft.
Champagner-Kerzen angebrannt!
Leichtsinn nahm wohl überhand!
Die Schweiz geschockt, erregt, betreten.
Wir wollen für die Opfer beten!
Beten kann man nicht genug!
Das gibt mir gleich auch den Bezug
zum Thema 1 in nächster Zeit:
Würzburg gibt die Örtlichkeit
und nimmt sich völlig in Beschlag
für den Katholiken-Tag.
„Hab Mut, steh auf!“, so das Motiv.
Das klingt doch zunächst positiv
für das fromme Gottesvolk.
Doch wird daraus auch ein Erfolg
zumal in uns‘ren trüben Tagen
mit Putin, Trump und weit‘ren Plagen?
In Kirche und in Politik
braucht es einen klaren Blick.
Ich wünsch‘ Erfolg dem, der zum Schluss,
die Tage für uns planen muss.
Ich hätt‘ dem Planer – kostenfrei !
einen guten Tip dabei:
„Hab Mut, steh auf“ wird engagiert
seit Jahren doch schon praktiziert
im Fasching und im Elferrat.
Die zeigen sich, sie stehen grad
und füllen so mit Mut und Streben
das Motto wirkungsvoll mit Leben!
Uns‘re Fastnacht könnt‘ allein
dem Kirchentag schon Vorbild sein!
Die Narren bringen‘s auf den Punkt
und wär‘n der erste Höhepunkt.
Sie sind am Ort ja schon präsent.
Schön wär ein weiteres Event:
Früher war er schon mal hier.
Er wär für Würzburg eine Zier.
Bischof Franz würd‘ ich drum raten,
Papst Leo hierher einzuladen.
Ganz Würzburg läge ihm zu Füßen.
Der Spielmannszug könnt‘ ihn begrüßen,
Elferrat und Domkapitel
Herren mit und ohne Titel
böten uns‘rem Papst Salut.
Schreibt nach Rom, habt doch Mut!“
Papst Leo hätte was zu sagen,
zum Gescheh‘n in uns‘ren Tagen:
Strategien mit dem Ziel
viel Geschacher, nur den Deal,
Friedensschlüsse, die sich lohnen,
eine Welt in Einfluss-Zonen,
vor Gewalt in Politik
warnt er laut und übt Kritik.
Auch zu dem Ukraine-Krieg
er seine Meinung nicht verschwieg.
Er war, wie Trump kalt, rigoros
Maduro kapert, fassungslos.
Und dem Papst auch nicht gefällt,
wie rücksichtslos er sich verhält
in Grönland, Kuba und Iran.
Trump hat keinen Friedensplan!
Der Papst sagt heute im Prinzip,
was schon der Heil‘ge Paulus schrieb,
als er das Volk von Rom beschwor:
Es tu sich keiner groß hervor,
strebt bitte nicht so hoch hinaus,
in Frieden haltet euer Haus,
seid auf Gutes stets bedacht,
nehmt vor dem Bösen euch in Acht!
Und dieser Satz betrifft die Lage
gerade dieser Fastnachtstage:
Dass jeder, damals so wie heut‘,
mit den Fröhlichen sich freut.
Er plädiert für Fröhlichkeit,
nicht hie und da, nein alle Zeit.
Paulus klingt hier ungefähr,
als ob er Fassenachter wär!
Ein Wort von Paulus für die Frommen –
das seid ihr! Ihr seid gekommen,
um vor den Herrgott hinzutreten
und zu ihm mit mir zu beten.
Die Predigt endet jetzt sofort.
Es fehlt nur noch ihr letztes Wort,
das Lieblingswort der Herrn und Damen.
Das hört ihr jetzt. Helau und Amen!
Domkapitular Clemens Bieber
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