Vor den rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Vertreterversammlung sprach Bischof Jung zum Thema Synodalität. „Synodalität ist das, was Gott von seiner Kirche will“, zitierte er Papst Franziskus (+ 2025). Um sich beim Thema Synodalität im Bistum weiter auf den Weg zu machen, gehe es nun darum, bestehende Strukturen weiterzuentwickeln. Hierzu gab Jung einen „Werkstattbericht“, wie er formulierte. Er verwies etwa auf das Dokument „Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung“ der Weltbischofssynode.
Caritas als Anwalt für Benachteiligte
Zur Zukunft des Diözesanpastoralrats im Blick auf Synodalität gelte zu klären: „Wie können die Bedürfnisse der Caritas hierbei zur Sprache gebracht werden“, so Jung. Wichtig sei, Pastoral und Caritas wechselseitig weiter gut zu vernetzen. Künftig gehe es zudem darum, wie es gelingen könne, Menschen am Rande der Gesellschaft in einer synodalen Kirche eine stärkere Stimme zu geben, erklärte der Bischof. Er forderte auf, sich dazu Gedanken zu machen. Für Entscheidungen sei das Konsentverfahren vorgesehen, bei dem die große Mehrheit einen Beschluss mitträgt und möglichst keine ernsten Einwände vorliegen.
Domkapitular Clemens Bieber, Vorsitzender des DiCV Würzburg, dankte dem Bischof für seine konkrete Unterstützung des Wirkens der Caritas und die „Einladung zum Mitwirken“ bei Entwicklung und Gestaltung der künftigen Strukturen der Diözese. Im Anschluss stellten einige Vertreterinnen und Vertreter dem Bischof Fragen, etwa zur Gewichtung im Gremium oder der Reichweite des Synodalen Prozesses in der katholischen Kirche. Danach informierte Ordinariatsrat Bernhard Lutz, stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Seelsorge des Bischöflichen Ordinariats, über den laufenden Strategieprozess im Bistum Würzburg. Er betonte: „Wir gehen gemeinsam weiter.“
Motto der Caritas für 2026: Zusammen geht was
Michael Deckert vom Referat für Katholische Kindertageseinrichtungen des DiCV Würzburg informierte zum Betriebsübergang von Kitas in Trägerschaft von katholischen Kirchenstiftungen in Caritasstrukturen. Der Referent verwies auf Abstimmungen mit dem Bistum und stellte nötige Vorbereitungsschritte vor. „Betriebsübergänge müssen sehr sorgfältig vorbereitet und durchgeführt werden“, betonte Deckert. Zudem diskutierte man vor dem Hintergrund der finanziellen Entlastung von Kita-Trägern das Aus des Kinderstartgelds in Bayern.
Andreas König, Leiter der Abteilung Wirtschaft und Finanzen im DiCV Würzburg, gab Auskunft zum Jahresabschluss 2024 und stellte den Haushalt für 2026 vor, für den er wieder mit einem ausgeglichenen Haushalt rechnet. Nachfolgend entlastete die Vertreterversammlung per Abstimmung den Caritasrat für das vergangene Jahr. Thema war im Anschluss noch das Motto der Caritas für 2026. Hier schließt sich der DiCV Würzburg der bundesweiten Kampagne des Deutschen Caritasverbandes an. Sie lautet: „Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen.“
Anna-Lena Herbert









