Beim morgendlichen Gottesdienst in der Würzburger Marienkapelle sprach Bieber zu Beginn vor den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Caritas über die bewusste „Entscheidung, das Gute zu tun“. Die 40-tägige Fastenzeit sei eine Einladung zum „Zuhören“, erklärte er mit Bezug auf Papst Leo XIV. Dieser habe in seiner ersten Fastenbotschaft zum Fasten von verletzenden Worten und zum verbalen Abrüsten aufgerufen.
Worte bewusst bedenken
Dass Menschen einander nicht mehr wirklich zuhörten sei von Talkshows über Parlamentsdebatten bis hin zu Stammtischgesprächen zu beobachten, führte Bieber in seiner Predigt weiter aus. Scharfe Worte vergifteten das Miteinander in Politik, Familien und an Arbeitsplätzen. Daher sei es wichtig „Worte ganz bewusst zu bedenken“, erklärte der Vorsitzende des DiCV Würzburg. Zuhören und Fasten sei zwar eine Herausforderung, aber in der Vorbereitung auf das Osterfest auch eine Chance, betonte er.
Im Anschluss segnete Bieber die Asche, die er den Anwesenden dann durch das Aschenkreuz als Zeichen der Vergänglichkeit und Erlösung mit den Worten „Kehre um und glaube an das Evangelium“ auflegte. In den Fürbitten wurde etwa für notleidende, einsame und unzufriedene Menschen gebetet. Den Gottesdienst gestalteten auch mehrere Mitarbeitende des DiCV Würzburg mit. So las etwa Peter Brückner, Fachberater Gefährdetenhilfe, einen Text mit Impulsen zu „Kehr’ um“ vor.
Gemeinsam unterwegs
Zum Ende des Gottesdienstes zeigte sich Bieber erfreut, dass auch in diesem Jahr viele Mitarbeitende zum Aschermittwochsgottesdienst gekommen waren, um miteinander in die Fastenzeit hinein unterwegs zu sein. Nach der Messe wurden, statt des sonst üblichen Frühstücks im Caritashaus im Anschluss an die monatlichen Gemeinschaftsgottesdienste, kleine Frühstückstüten an die Mitarbeitenden verteilt.
Anna-Lena Herbert













