Initiiert wurde die Aktion von engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus Veitshöchheim, die ihre Vereinigung „Sterntaler“ nennen, gründend auf dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm. Gemeinsam mit der Schülermitverwaltung (SMV) der St.-Nikolaus-Schule Marktheidenfeld sowie Mitarbeitenden der Beratungsstelle wurden sie bei Kaffee und Gebäck begrüßt. Mehrere geflüchtete Familien waren ebenfalls eingeladen. Ihren Kindern konnten die Initiatorinnen symbolisch die ersten Spendentüten überreichen – stellvertretend für alle Kinder, die in den kommenden Tagen bedacht werden. Die Tüten enthalten altersgerechte Geschenke wie Malstifte, Bücher, kleine Spielsachen, Snacks, Zahnbürsten und Schokolade.
Dienststellenleiter Rainer Jäckel zeigte sich in seiner Ansprache vom Engagement der Initiatorinnen und der beteiligten Schüler sehr bewegt. Besonders hob er die St.-Nikolaus-Schule hervor, die unter Leitung von Schulleiter Michael Lindt und dank des Einsatzes von Frau Kirchgessner eine große Menge an Spenden beisteuerte. Die St. Nikolaus-Schule ist ein privates Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. In einem integrativen Modell arbeitet die Schule eng mit der Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) in interdisziplinären Klassenteams zusammen. Jäckel betonte zudem die Bedeutung solcher Aktionen gerade in der heutigen politischen Lage: „Es wird so viel Negatives über geflüchtete Menschen gesagt – dabei stimmt das häufig nicht. Die Menschen wollen arbeiten, lernen und ankommen. Das Wichtigste sind echte Begegnungen.“
Die Übergabe bildete den Abschluss einer Spendenaktion, die Rettelbach und Dannenberg ins Leben gerufen hatten – fünf Jahre nach ihrer großen Hilfsaktion für griechische Flüchtlingscamps. Ziel waren ursprünglich 170 Weihnachtstüten für geflüchtete Kinder bis sechs Jahre in Gemeinschaftsunterkünften. Früh zeigte sich jedoch, dass die Hilfsbereitschaft überwältigend sein würde.
Mona Dannenberg








