Würzburg, zur Fastenzeit 2026
Liebe Mitarbeiterinnen, liebe Mitarbeiter im Dienst der „caritas“!
„O Gott, komm mir zu Hilfe.“ – So beginnt das Stundengebet der Kirche. Die Antwort lautet: „Herr, eile mir zu helfen!“ Die Klostergemeinschaft unterbricht immer wieder die Tagesarbeit, um sich Orientierung und Kraft für ihr Tun zu erbitten und in den Anliegen der Welt und der Menschen zu beten.
Der Blick in die Fürbittbücher an Wallfahrtsorten oder auch in vielen Pfarrkirchen zeigt, dass unzählige Menschen ihre Anliegen vor Gott tragen und dabei auch auf das fürbittende, unterstützende Gebet der Mitchristen hoffen. Die niedergeschriebenen Bitten kommen aus den Herzen von Menschen aller Generationen und aller sozialen Schichten.
Über unserer Welt schweben derzeit dunkle Wolken der Unsicherheit, der Sorge, ja sogar der Angst. Wir können weder die weltpolitische Lage ändern, noch die Denkweise in unserer Gesellschaft und auch nicht ihr soziales Engagement. Aber wir können Zeichen setzen und auf Veränderungen hinwirken durch unser Beten und unsere gelebte Solidarität.
Das Gemälde von Jürgen Lenssen auf der Titelseite dieses Briefes zeigt einen Menschen, der in all dem, was ihn belastet und bedrückt, Hoffnung schöpft. Die Hand Gottes bringt Licht und Zuversicht. Die Augen des Menschen blicken zu IHM, der Hilfe bringt. Der Fastenkalender mit Gedanken und Impulsen von Paul Weismantel will uns bestärken, nicht nachzulassen, uns IHM immer wieder zuzuwenden.
Danke und „Vergelt’s Gott“ für Ihr Gottvertrauen und Ihren Dienst. Damit bestärken Sie Ihre Mitmenschen und geben Zeugnis für Gott, der das Leben will.
Eine gesegnete Zeit der Vorbereitung auf das Fest des Lebens wünscht von Herzen
Clemens Bieber
Domkapitular
Vorsitzender Caritasverband für die Diözese Würzburg e. V.
Sensibilisierung für das Gute
„Durch Klagen, Schimpfen, Anprangern und Verurteilen wirkt man kein Heil.
Die Klageweiber dienen dem Tod, nicht dem Leben.
Der negative Affekt leistet einen sehr bescheidenen Beitrag zu einer menschlicheren Welt.
Was wir brauchen, ist die Sensibilisierung für das Gute, die Freude daran, die Dankbarkeit.“
+ Reinhold Stecher, 1921 - 2013
… dass es mit uns gut ausgeht
„Gott ist gegenwärtig in allem Geschehen und allen Schicksalen,
den erhebenden und den bedrückenden, am Festtagstisch und am Krankenbett.
Und er ist immer da als der, der nur will, dass es mit uns gut ausgeht.“
+ Reinhold Stecher, 1921 - 2013





