Würzburg. Dreizehn caritative Projekte aus Unterfranken können sich über Zuwendungen der Caritasstiftung Würzburg freuen. Seit ihrem Bestehen im Jahr 2000 hat sie über achtzig große und kleine Projekte unterstützt und viele Einzelfallhilfen geleistet. "Und wir hoffen, dass die Stiftung auch noch in hundert Jahren dort einspringen kann, wo öffentliche Mittel oder andere Finanzierungen nicht reichen", so ihr Vorsitzender, Domkapitular Dietrich Seidel. Dafür benötigte sie aber einen ständigen Kapitalzuwachs. "Zustifter sind daher jederzeit willkommen", erklärte Caritasdirektor Martin Pfriem. "Wenn jemand mit seiner Zustiftung einen bestimmten Verwendungszweck festlegen möchte, lässt sich dieser Wunsch im Rahmen einer Unterstiftung erfüllen."
67.800 Euro bekommt der Orts- und Kreis-Caritasverband Würzburg für sein Projekt "Caritas plus". Er reagiert damit auf die in den letzten vier Jahren um fast sechzig Prozent gestiegenen Klientenzahlen beim Allgemeinen Sozialdienst. Die hauptamtlichen Berater können diesen Ansturm nicht mehr bewältigen. Mit "Caritas plus" sollen Ehrenamtliche zur Unterstützung gewonnen und qualifiziert werden, so dass sie nach zwei Jahren selbständig arbeiten können. Das Projekt läuft in enger Kooperation mit der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt.
60.000 Euro bekommt IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit für Umstrukturierungsmaßnahmen im Würzburger Haus St. Lioba. Das traditionsreiche Haus mit Internat bietet Mädchen und jungen Frauen aus problematischen Verhältnissen die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss zu erreichen oder sich auf eine anstehende Ausbildung vorzubereiten.
10.000 Euro bekommt das Mosaik Mehrgenerationenhaus Bachgau in Großostheim. Es spricht vor allem Familien an, die mit Arbeitslosigkeit, Sozialhilfe, mangelnder Schulbildung, Überforderung bei der Erziehung der Kinder, Schulden, schlechten Deutschkenntnissen und Schwierigkeiten im Umgang mit Behörden konfrontiert sind.
Mit 5.810 Euro unterstützt die Caritasstiftung die Unterbringung obdachloser Rehabilitanden im Haus St. Michael in Neustadt am Main, mit 4.934 Euro Musiktherapien im Elisabethenheim Würzburg. 3.614 Euro sichern die Einführung von Hospizkursen und Palliativkompetenz in Alten- und Pflegeheimen in der Diözese, 3.000 Euro fließen an den Kreis-Caritasverband Kitzingen für sein Suchtpräventionsprojekt "Ich bin so frei", mit dessen Hilfe Schüler/innen der achten Klassen über gesundheitliche, rechtliche und soziale Folgen des Drogenkonsums aufgeklärt werden. 2.000 Euro helfen der Katholischen Hochschulgemeinde Würzburg bei ihrer Arbeit mit behinderten Menschen, 984 Euro bekommt das Drogenpräventionsprogramm MindZone, das in Diskotheken und auf Festivals junge Partygänger über die Wirkungsweisen und Risiken legaler und illegaler Partydrogen aufklärt.
Neben institutionellen Projekten leistete die Stiftung mit fast 13.500 Euro auch Einzelfallhilfe. Sie unterstützte damit bedürftige Familien, Alleinerziehende, Hartz-IV-Empfänger, Familien mit behinderten Kindern und ermöglichte Kindern aus einkommenschwachen Familien Ferien- oder Kuraufenthalte
Die nächste Ausschüttung der Caritasstiftung Würzburg erfolgt im Herbst. Anträge oder Anfragen für Zustifter unter Tel. 0931 386-66784, DenningerN@caritas-wuerzburg.de.